Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Kränzchen
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Und wie er sich selber verherrlicht das Leben, So muß er mit Andern sich innig verweben, 1 Will fröhlich und glücklich er selber stets sein. D, wahrlich! die schönsten und süßesten Freuden, - Wer möchte dem geizigen Neidhard sie neiden, Genießt er sie immer für sich nur allein! — Wie liebliche Blumen zum Kränzchen gewunden, Sind Menschen, die Liebe und Freundschaft verbunden, Um froh sich zusammen des Lebens zu frcu'n. Das Kränzchen! — es lehrt uns mit sinniger Weise: Es sollen die Menschen im friedlichen Kreise, Vereinigt zur Freude gesellig stets sein. — Und wie sich im'Kränzchen die Farben verweben, Einander verschmelzen, einander erheben, Zusammen dann strahlen im glänzenden Schein; . So sollen mit Liebe und Freundschaft wir streben, Einander zu schmücken das fröhliche Leben, Dann werden sich mit uns die Götter selbst freu'n. Ratibor. - Pappenheim. Auswahl vonSinnsprüchen undMaximen*). Es kann wohl ein Mensch keine Gunst verdienen, denn die ist bloß ein menschlicher Anspruch; niemals aber kann er unwürdig׳ sein der Liebe, denn die ist der Be-- fehl Gottes. Ungeduld ist die vornehmste Ursache unsrer meisten Unordnungen und, Ausschweifungen. *) Aus Sterne's Callimachieen.