Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Feierlichkeiten bei dem Einzuge des neuvermählten hohen Fürstenpaars in Deßau
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304637-2304639-2308377--05299-2308630- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
54 Lagen in Allem mit den Letzter« gemeinschaftlich zn -Werke*). > - *) Die Hiesigen Unterthanen jüdischen Glaubens haben nämlich bis jetzt noch keine Bürgerrechte, besonders da die Fest- . sctzung der nähern Verhältnisse der Juden in Deutschland von Seiten des hohen Bundestages, in Ansehung / des' 16ten Artikels der Bundcsakte, noch nicht erfolgt ist. Sie sind indeß, vertrauend auf die humanen Gesinnungen des gerechten und verehrten Fürsten zu den deshalbigen besten Erwartungen berechtigt. Da nun hier gerade die Rede von diesem Gegenstände ist: ,so fmde ich es angemessen, den Lesern zugleich ein Schrei« ben Sc.' Hochfürstl. Durchlaucht 'des Höchsiseligen- Herzo g s Franz mitzutheilen, welches als!ein . ״ neuer Beleg der vortrefflichen Denkungsart dieses .großen Fürsten betrachtet werden kann. Als ich nämlich während der Zeit des Hohen Kongresses in Wien , die- <sem allverehrten Fürsten eine Abschrift jener , späterhin in dem 6ten. und 7ten Hefte des 4ten Jahrgangs der Sulamith mitgethcilten, merkwürdigen ministeriellen׳ Resolutionen sandte, erhielt ich von Ihm folgendes Huldvolle Schreiben. , Der Herausgeber. Schreiben Sr. H. Durchlaucht: ״Für die Mir unterm 8ten d. gefälligst mitgetheilten zwei Schreiben, die zu ׳ verbessernden Verhältnisse der Juden in Teutschland betreffend, von denen das erstere mir bereits bekannt war , sage ich Ihnen meinen ergebenen Dank. Es wird mir eine wahre Freude gewähren, wenn diese Verhältnisse endlich einmal dem Zeitgeiste angemessen und zur Zufriedenheit alle r Theile festgestellt, werden,!Schon seit einigen Jahren sind, zu Er- .. reichung dieses Ziels in meinem Lande, die ersten Schritte geschehen, — Hoffentlich werden nun die Dinge sich so gestalten, daß auch auf dieser Bahn ein erwünschtes Resultat erreicht wird. Empfangen Sie die Versieherunq meiner vorzüglichen Werthschätzüng. Deßau d. 14. März 1815."