Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten, Künstler und Handwerker jüdischer Religion betreffend : Aus Kurhessen [Nachricht]
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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392 Auch tm Churfürstenthum Hessen zeigen sich die wohlthätigsten Folgen der Civilisirung der Israeliten. Auch in diesem Staate verfehlen die weisen und humanen Maaßregeln der hohen Landesregierung, die Kultur der Israelitischen Jugend zu befördern, (wie z. B. die Zulässigkeit zu zunftmäßigen Gewerben) ihren edlen Zweck nicht. — So treiben bereits seit mehrern Jahren in der Residenz Kassel und deren Gegend folgende jüdische Profeßionisten (welche größtentheils in dieser Stadt ihr Handwerk erlernt), theils als Meister, theils als Gesellen und Lehrburschen zunftmäßige Gewerbe, als: 1 Rothgießer, 2 Buchbinder, 2 Schneider,!Sattler, 2 Schuhmacher, 2 Schlosser, 1 Bordenwirker,! Tischler und ein Schönfärber; und nicht zunftmäßige, mehr ins Gebiet der freien Künste gehörende Gewerbe treiben: 1 Mechanikus und 1 Tapezier. ' In Naumburg (unweit Kassel) befinden sich 1 Lohgerber,! Schönfärber, 1 Sattler und 1 Schuhmacher. Kassel!ZiZ- B. l>) Aus einem Schreiben aus Dresden. Von der Verbesserung des politischen Zustandes der hiesigen Einwohner jüdischer Religion kann ich Ihnen, leider! nichts Erfreuliches sagen., -- — — — Uebrigens hat die Regierung den Hiesigen jüdischen Knaben auf Ansuchen erlaubt Handwerke zu lernen; jedoch mit der Bemerkung ״daß ihnen mit dieser Erlaubniß noch nicht das Rechts eingeräumt werde,