Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Jahresfeier des Jüdischen Hospitals in London
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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wünschen. Mir ist unmöglich, die Gefühle zu schildern, die mich durchdringen." (Se. Königl. Hoheit war ss sehr gerührt, daß er sich die Lhränen nicht länger zurückzu halten vermochte und die Versammlung bezeigte ihr Entzücken darüber durch lautes Beifallruftn.) ״Ich muß," fuhr er dann fort, ״die Gesellschaft wegen der Schwache, die ich eben gezeigt, um Verzeihung bitten (Beifall). Es giebt aber Schwachen, die zu den Lugenden zu rechmn sind, und deren man nicht immer Meister werden kann (Beifall). Ich muß die Gesellschaft auf das Gute aufmerksam machen, das sie, durch die bisherige Unterstützung dieser wohlthätigen Anstalt gethan hat. Nicht aber das Gute allein verdient Ihre Aufmerksamkeit. Sie können sich nicht weniger Glück wünschen zu dem Bösen, Las verhindert wurde. Sie haben nicht nur eine Menge hüls- und schutzloser Kinder auf den Weg der Lugend geführt, sondern auch sie von dem des Lasters, auf den sie wahrscheinlich gerathen waren, abgebracht (Beifall). Sie haben sie nicht bloß zu tauglichen Mitgliedern der Gesellschaft gemacht , ^sondern auch verhindert, daß sie selbige nicht vergessen, ein Werk, das Ihrer, als Menscheu, würdig ist. Sie ahmen dadurch jenem großen Wesen nach, dessen Vorsorge sich über Alle verbreitet , und in dessen Augen Alle gleich sind (Beifall). Meine Sprache reicht nicht hin, das Vergnügen zu schildern, das ich ,empfinde bei dem Anblick eines solchen Vereins von Landsleuten, ohne Men Unterschied der Religionen, zur Ausübung eines Lehrsatzes, der ihnen allen gemeinschast-!ich ist, der aber hier bloß auf Einen Lheil ausschließlich angewandt wird. Mit Recht heißt es, Wohlthätigkeit!