Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Jahresfeier des Jüdischen Hospitals in London
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 3)
- Language
- German
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261' Lehren, und die Moral derselben lehren mich, die Lehren jeder andern Sccte meiner Mitunterthamn, welchen Namen sie auch trägtzu achten. Die Menge der Personen, die ich um mich sehe, Juden und Christen, beweiset mir;; daß der größere Theil meiner Landsleute dieses Gefühl mit mir theile. Wir sind jetzt nicht zusammen gekommen, über Lehrsätze zu streiten, sondern zur Be- Währung und Ausübung des großen Moralsatzes jeder Religion, unfern Nebenmenschm Gutes zu erzeigen (Beifall). Ist die Gesellschaft, die ich um mich sehe, von diesem Gefühl belebt, so halte ich für unnöthig eine wei- Irre Bemerkung hinzuzufügen über die Beschaffenheit und den Zweck der wohlthätigen Anstalt, zu deren Unterstützung wir zusammen gekommen sind. Ich schließe daher ׳mit dem Danke, für die mir erzeigte Ehre, indem ich auf aller Anwesenden Gesundheit trinke. — Der lauteste Beifall beschloß die Rede. Einige patriotische Toasts und vortreffliche Lieder, vorgeschriebene sowohl, als andere , füllten die Zeit sehr angenehm bis 9 Uhr, wo Se. Königl. Hoheit die Ankunft der Kinder der Anstalt meldete. In folgender Ordnung trat sodann der Zug in das Zimmer: Die Musik des Herzogs von Kent; der Präsident, die Wcepräsidenlen und Haushofmeister, zwei und zwei; die Eädchen, (20 an der Zahl), niedlich gekleidet, Muster und andere Arbeiten ihres jugendlichen Fleißes tragend, zwei und zwei; die Knaben (32 an der Zahl), mit Proben ihrer verschiedenen Gewerbe, z. B. Körbe, Schuhe, Stiefel .und Tapezierarbeiten in Händen, zwei und zwei. Die Knaben trugett zwei weiße Fähnlein von Seide, worauf