Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Levin Joseph
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 228 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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228 -lind Messen, worüber Schudt *) z. B., kn folgenden Worten ein Zeugniß giebt: ״Hiesiges Orts (zu Frankfurt am Main) Hab ich in der Meß Juden in der Gaß sehen Pitschier stechen." Derselbe Schriftsteller theilt ein merkwürdiges Beispiel mit **) von der außerordentlichen Kunstfähigkeit eines jüdischen Künstlers in diesem Fache, Namens Levin IosePh zu Berlin, welches wir hiermit des Erzählers eignen Worten hersetzen wollen : ״Es fehlet auch denen Juden in solcher Kunst (nämlich Petschafte zu stechen) an guter Wissenschaft nicht, wie dann vor wenig Jahren Jhro Königl. Majestät von Preusfen FRIß ERIC O I. glorwürdigen Andenkens zu Berlitt Dero Königl. Pitschirstecher Levin Joseph ein Jud, in einem Diamanten von 25 Grän, so vor 4000 Ehaler von Jsaac Liebman dem- Hoff-Jubelirer erkaufft worden, das Königl. Wappen mit der Krön darauff sehr curieux und künstlich gestochen ***) dergleichen wohl schwer-!ich wird erhört worden seyn, indem man die Diamanten wohl schneiden und schleifen, aber aus Furcht daß sie zerspringen mögen, darinn nicht graben kann, daher» auch dieser Jud Mo Lhaler für das stechen, und da der Ring fertig, noch 200 Thaler zum Präsent bekommen; es ist schad, daß dieser künstliche Jud vor wenig Jahren noch ziemlich jung gestorbensein Natter Joseph war auch ein guter Pitschierstecher und seines Walters Bru- *) S. dessen Jüdische Merkwürdigkeiten Th. 2. S. 172. Franks, und Leipz. 1714. **) A. 0, O. S. 173.; ***) Eine Abbildung davon, kn Kupfer gestochen, ist am angeführten Orte nachzusehen.