Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Analekten zur Geschichte der Juden
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 8)
- Language
- German
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geschleppt, viele gemordet, in der Erwartung, daß sie Gold verschluckt hätten, welches man in ihren Eingeweiden zu finden hoffte *). — Vergebens bemüht sich der. partheilose Geschichtsforscherdie Verbrechen aufzusindsn, wodurch diese Unglücklichen sich diese Verweisung zugezogen, die Spanien so sehr entvölkerte, selbst die als Hebel zu Verfolgungen gewöhnliche Mahrchen von Brunnen- Vergiftungen, Verrath, Hostienentweihung u. dergl. m. wurden nicht angegeben. Außer "ihren Reichthümern, welche die Habsucht reizten, gebar diese alles menschliche Gefühl höhnende wie alle Staatsklugheit spottende Ehat, ein simples Gelübde Ferdinands bei Vertreibung der Mauren,, das Tsrquemadas und Nmenss Blutdurst schlau zu benutzen und zu steigern wußten. 'Den meisten Antheil schreibt man der Königin Isabelle zu , die der Kardinal, als der König zu wanken schien, für seine Zwecke gewann, die sodann mit allem Eifer den König bestimmte, um — ihre früher» .Sünden zu versöhnen. Sehr naiv sagt Hslberg (1. c. Eh. 2. ©. 635.) ״ Man weiß nicht wo sie nach dem Tode hingekommen ist, wenn sie aber in den Himmel gekommen, so ist solches doch gewiß nicht wegen dieser Handlung geschehen. Pabst Alexander VI. gab Ferdinand deshalb den Beinamen den Katholischen. (S. diese Analekten: Sul. 2. Zahrg. y. Heft S. izg.) Gegen die Zurückgebliebenen, die das Christenthum angenommen, wüthete immerfort die Inquisition mit allen ihren *)Ferreras a. a. O- B. 8. Eigentlich nach des Zeit- ׳ genossen A b a r b a n e l Schilderung, in der Vorrede zum Buch der Könige. V. Jahrg. 1. Band. 16 .