Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Analekten zur Geschichte der Juden
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 5)
- Language
- German
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mutf)! — die Horden an, die׳ ihre Hauser und Synagogen plünderten. Fortgesetzt wurden diese Bcrfolgungen, wie in Deutschland so auch in Spanien, von den Kreuzfahrern, und unter König Ferdinand dem UI. flössen Ströme von Blut, wiewohl Pabst Honorius bei seiner Thronbesteigung den Befehl nach Spanien schickte, daß man sie nicht zur christlichen Religion zwingen und sie an ihren Festtagen nicht beunruhigen sollte *). Ungeachtet dieser und noch einiger, aber nicht weit um sich greifenden Verfolgungen im i^ten Jahrhunderte waren sie nirgends zahlreicher als in,Spanien bis gegen Ende des igten Jahrhunderts, wo sodann mit dieser unglücklichen Nation, das große Trauerspiel, das Vespasian begonnen,/ noch furchtbarer fortgesetzt wurde. Schon zu Anfänge dieses Jahrhunderts that der vertriebene Pabst Benedi kt der izte, der sich damals in Arragonien aufhielt, als der einzigen Provinz, bte ihn anerkannte, verschiedene Schritte zur Bekehrung der Juden. Die Stimme dev Geschichte, die unpartheiisch richtet, will behaupten, daß es nur minder aus Eifer denn um sich bei der spanischen Nation beliebt zu machen, geschehen ist. — Nach Geist und Sitte der damaligen Zeit wurden die üblichen Religionsdispüte veranlaßt. Solche Religionsdispute waren damals gewöhnlich, und gewöhnlich blieben sie auch ohne anderes Nesultat, als den Beligionshaß zu nähren. Christliche Geistliche und Rabbinen kamen da zusammen/ entfalteten alle Künste scholastischer Exegese, spitzfündelten, und schieden — mit Erbitterung. Beide Lheile rühmten sich immer des *) Ferreras Allgemeine Historie v. Spanien. 83. 4.