Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Gesellschaft der Freunde in Berlin
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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74 Die Schönste der Pflanzen, die Freundschaft, entsprossen, Die hier uns vereinet in Wort und in Thal.; . Heil! Heil! Heil! Heil jener Stunde! Dreifaches Heil unsrem Bunde! — Gereifet im Lichte der himmlischen Güte, Erwuchs sie, ein fröhlicher, grünender Baum; — Schön prangt sie in prächtiger Fülle der Blüte, Gewinnet mit jeglichem Frühlinge Raum. :,: Heil! Heil!׳ Heil! Zn ihrem Schatten׳ Finden Erquickung die Matten. Die treu wir mit liebenden Händen genahret, Sie bietet uns dankbar nun reichlichen Lohn; Sie sammelt die Frucht, die sie heute gewahret, Und spat noch die Enkel genießen davon.— Heil! Heil! Heil! Ewiges Leben; Ward ihr vom Himmel gegeben. Was weinst du, o Freund, um verlorene Habe, Um Vater und Mutter, die nicht mehr dir sind? —-! Hier steht ja die Mutter mit freundlicher Gabe, - Wie viel du bedürfest, sie reicht es dir, Kind! Heil! Heil! Heil! Seeliges Streben, ׳Solch einer Mutter zu leben! ■ Was wälzest du dich auf dem Krankbett so schmerzvoll, Bist einsam, der pflegenden Schwester beraubt? — Sie naht schon, sie nahet, so theilnehmend, herzvoll, Und stützet als Schwester dein sinkendes Haupt. Heil! Heil! Heil! es heilen die Wunden, Welche die Liebe verbunden. .