Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 5 (1817-1820)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Etwas über Künstler und Handwerker jüdischer Religion
- Date
- 1817-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 3)
- Language
- German
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■6 ׳l diesem Jahre das bewilligte Lehrgeld zusammen 75^ Ehaler. * *) - . ' ״ ״ .Den dänischen Juden wurde durch die Königs Verordnung vom 1y. September 1788 die Betreibung der Handwerke re. erlaubt. Rach den genauen Listen des Magistrats zu Koppenhagen zählte man damals in dieser Stadt 2409 Personen beiderlei Geschlechts, hie sich zum mosaischen Glauben bekannten/ worunter 12Z0 weiblichen und 1170 männlichen Geschlechts: Unter den letzter!! waren 250 über fünfzig Jahre alt, mithin nur 920 im Stande von jener Erlaubniß Gebrauch zu machen. Von diesen sistd 34 Gründer und Eigenthümer von Fabriken, 140 Handwerker (Meister, Gesellen und Lehrlinge,) und zwar Bäcker, Buchbinder, Wuchdrucker, Schriftsetzer, Drechler, Tuchmacher, Gürtler, Gerber, Goldschmiede, Goldschläger, Hutmacher, Maurer, Schuhmacher, Schmiede, Sattler, Schneider, Schlächter, Tischler, Uhrmacher, Weber und Matrosen (auf dem platten Lande in Dänemark giebt es auch jüdische Ackerbauer); 50 Studenten unö Künstler und 25' Grossiere. Dieß sind die Früchte, welche jene Königliche Verwilligung in den ersten 2ZJahren in einem Lande erzeugte, wo bisvahin die Juden׳auf den Handel, als einzigen Erwerbzweig, beschränkt waren, wo eben deshalb unzählige Hindernisse der Verbreitung *) Aber auch mehrere Knaben wohlhabender Eltern wid- Meten sich damals dem Handwedksstande. Auch in Deßau wurden seit einigen Fahren von den Herren Aeltesten der Gemeinde , drei arme Kinder in die Lehre gegeben und unterstützt, nämlich: ein Tischler und zwei Schriftsetzer: In B e r e n b u r g ist ein Israelit, Aa- Mens Schlome, zUnftmäßiger Schuhmachertneister.