Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Kleine Gedichte
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 420 (sequence 2)
- Language
- German
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420 3) Die Tugend. Die Tugend gleicht dem Edelstein. Dem Kenner gilt der innre Werth; Doch was den Andern Lust gewährt, Ist äußerer Polirungsschein. 4) An das Morgenroth. Lieblicher Bote des Tags, noch neigst du dich schweigend hinunter, Wo in dem siygischen Reich herrschen die Nacht und der Tod. Aber nun schwebest du auf, mit purpurflammenden Flü« geln, Wo es von Leben und Licht rauscht in dem hohen Olymp. Herrliches Vorbild der KunstDu treibst mich von Ende zu Ende, Doch an jeglichem nimmt mich die U n endlichkeit auf. 5) Leäna. *) Nicht zu verrathrn, beraubt sich Leäna großmüthig der Zunge. Schande hat sie dem Weib, Ehre der Hrldinn gebracht. L. M. Büschenthal. *) In der entdeckten Verschwörung gegen' Hippias, Tyrann von Athen. S. Gvldsmilhr Geschichte der Griechen.