Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 19)
- Language
- German
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349 in den königlichen Sinn der Gerechtigkeit «ingehen undals Werkzeuge seines Wohl« woilens nach deinem Willen handeln. Segne uns alle, o Gott! und hi!" uns ferner, wie du uns und unsereEltern z» jederzeit ge« holfen hast; sei uns Beistand in der Erfül« lung unserer Pflichten gegen dich, gegen unfern König und Wohl t Haler, und gegen unsere Mitbürger, daß wir deiner ewigen Hülfe unS erfreuen können, welche du dem Hause Israel verheißen, daß wir nimmer, mehr zu Spott und Schande werden mögen, die wir auf dich kindlich hoffen, unser Va« ter und Erlöser! Amen! VI. Die Macht der Gewohnheit. Es giebt wohl im menschlichen Leben nichts, das uns mehr anziehet, uns seine despotische Gewalt stärker fühlen läßt, als — die Gewohnheit. Die Natur selbst muß ihr weichen und kleidet sie endlich in ihr eignes Gewand: da« her das Sprichwort: Gewohnheit ist die zweite Natur. Der ernsteste, festeste Wiste vermag nicht das Unangenehme zu verbannen, daS die freiwllige Trennung von einer gewohnten Lebensweise begleitet; so wie der Druck von Außen, der Zwang, ein Gut zu entbehren, se» es auch nur ein eingebildetes, den empfindlichsten Schmer;