Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Predigt
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 347 (sequence 17)
- Language
- German
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- 347 Ihr Männer rmd ihr Jünglinge! die ihr hinausge« zogen seid, und gefochten habet für König und für Vater« lard in den Tagen der allgemeinen Bedrängniß und Ce« fahr; ihr habet diese Anklage schon zum Theil vernichtet, ihr wäret in den kriegrischen Reihen eurer Brüder andern Glaubens, nicht die letzten in der Pflichterfüllung: eure Wunden, eure Ehrenstellen und Ehrenzeichen sprechen laut von eurer Tapferkett, von eurem dargelegten Eifer für die neue Pflicht. Eure Israelitischen Mitbrüdrr fühlen sich hoch verpflichtet und dankbar gegen euch, denn ihr habt es durch die That bewiesen, daß ihr, gleich jenem Mal« kabaer, würdig seid deS Namen Judah, daß ihr gleich jenem Helden stetS bereit seid, euer Leben hinzugebcn für Gottes heiligt Sache und die der Menschheit. Und wir, meine andächtigen Freunde, und ganz Israel mit uns, wok« len jene ungerechte Anklage ganz vernichten; wir wollen es und werden es beweisen, wie hoch wir das väterliche Geschenk unseres Königes achten; durch regen Eifer in Künsten und in Wissenschaften, durch gewissenhafte Pflicht« erfüllung des treuen Unterthanen, des friedlichen Bürgers, des fleißigen Handwerkers, des redlichen Geschäftsmannes wollen wir durch die That beweisen, wie sehr wir dieses königlichen Geschenkes uns werth zu machen wünschen; ja, wir wollen durch noch festere Beharrlichkeit in dem Glauben unserer Väter, durch noch genauere Befolgung der mo« faischen Lehre, vor den Augen der ganzen Welt darthun, daß die Pflichten unserer heiligen Religion und dir Pflicht deS Menschen wie des Bürgers ganz dieselben sind, wir woll.n es darthun, daß wir die Hülfe als eine ewige er« kennen, dir Israel geworden ist von seinem Gott! —