Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Neue Schule für Israeliten zu Tarnopol in Galizien
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 4)
- Language
- German
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277 mud nicht gehen will, oder der zum Rabbinerfache keine Lust hat, der wird ein Handelsmann, aber »ben sowenig zu sei» nem Stande vorbereitet, als der Erst« zu dem seinigen. Wer endlich zum Studium des Talmuds kein« Neigung, oder zum Handel keine Mittel hat, wird ein Handwerker, das heißt: er lernt das gröbste Materielle des Handwerks, ohne mit den, einem vollkommenen Handwerker norhigen Kenntnissen, im gerinastrn versehen zu sein. Mit den glück« liehen Zöglingen dieser Frrischule aber wird das ganz anders gehen. Alle haben hier Gelegenheit, ihre Vorzug« liche Neigung an den Tag zu legen — welches der Auf« merksamke-t der Lehrer nicht entgeht — Alle können sich gewissermaßen schon jetzt zu einem dieser drei Stande ent« schließen, ihre künftige Bestimmung wählen» und sich mit den dazu nvthigcn Kenntnissen gehörig versehen. Ja selbst der junge Mensch, der nach seinem Austritt aus der Schule, sich zum eigentlichen gelehrten Stande geneigt fühlt, wird darauf vollkommen vorbereitet sein» und also in jedem Stande die Früchte dieses Unterrichts genießen. vl. Schulpersonalr und Schulvorgesetzte. Diese Schulanstalt hat gegenwärtig 4 Lehrer für alle Lehrgegensiande, außer dem Talmud, wozu noch besonders zwei Talmudlehrer; rineLehrermn für die Industrie«Klasse, einen Echulgehülfen und einen Schuldienrr. Das Ganze leitet ein Direktor, der auch für jetzt aus Mangel an Lehrern den ganzen Unterricht der vierten Klasse außer dem calmndischen, ertheilt. Die ganze Anstalt aber, steht un« tu der ober« Leitung eines Schulvorstehers