Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 165 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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"" 165 der menschenfreundlichen Behörden bekämpften die Hindernisse glücklich und das Ziel in Ansehung der Beerdigungsart wurde endlich größtentheils erreicht. Mögen nun auch Menschenfreunde Israelitischer Reli» gion mit Muth, und Kraft, jedoch auch mit geziemender ange. meffener Schonung und Ausdauer hierin zu Werke gehen, und möge endlich das Schreckliche der frühen Beerdigung der Tvdten unter den Israeliten bald allgemein verschwinden! — _ Der Herausgeber. wie ein Weib auf einem Dorf« gestorben wäre, und nun, da sie begraben sei, fresse sie sich selbst mit großem Ge« rausche im Grabe; darum wären schier alle Menschen in selbem Dorfe gestorben *) und nun bitte er, er wolle Dr. Martin luchern darum fragen, was er dazu riethe? Der sprach; das ist des Teufels Betrügerei und Bosheit. Wenn sie es nicht glaubetcn, so schadete es ihnen nichts. Aber, weil sie so abergläu bisch wären, so stürben sie nur immerdar, je mehr dahin. Und wenn man solches wüßte, sollte man die Leute nicht so freventlich ins Grab werfen, sondern sagen: da friß Teufel! da hast du gesalzenes. Du betrügst uns nicht- Und sprach l>r. Martin Luther weiter: der Teufel will kurzumb gefürchtet und angebetek seyn, wie Gott. Es ist ein sehr heftiger, stolzer Geist, kann nicht leiden, daß man ihn will verachten. Also soll man den Pfarrherrn wieder schreiben, daß sie eS gewiß sollten dafür halten und gleuben, es wäre keine Seele, sondern eS wäre der Teufel selbst. Darum sollten sie in die Kirche zusammengehn, und Gott bitten, er wolle dem Teufel wehren." *) Warscheinlich an den vormals so oft wiederkehreudcn יל eil-' krankheite», wo auch bekanntlich der Scheintod häufig ist.