Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ג15 Lebensgenüsse. Nun hat seine Erholung zugenommen. Er öffnet seine Augen, um ihn ist alles finster und öde, um den vor einigen Tagen noch eine Menge beschäftigter Freunde und Wärter um die Wette eiferten, den kleinsten seiner Züge beobachteten. Er ruft seine Frau, seine Kinder, seine Bedienten, die sonst auf jeden Laut hinzusiürzten; umsonst! Sein dumpfer Ton erstickt vor seinem Munde.-- Nachtrag des Herausgebers. Den Lesern dieser Zeitschrift theilen wir auch bei dieser Gelegenheit das folgende Schreiben des verewigten Weltweisen Moses Mendelssohn mit, indem wir es als unsere Pflicht erachten, auch dieses wichtige, aus dem He. bräischen treu übersetzte, competentc Aussprüche enthaltende Aktenstück bei Vielen ins Gedachtniß zu rufen, und es in der E u l a m i t h, als vorzüglich dahin gehörend, gleich, sam auszubewahrcn. Schreiben desHcrrn MosesMendelssohn an die achtbare Gemeinde zu Schwerin. Ihre angenehme Zuschrift vom vergangenen Monat habt ich wohl erhalten. Ich ersehe daraus, daß ihr Lan. desherr Ihnen befohlen, die Tobten drei Tage aufzube. wahren, ehe Sie sie unter die Erde bringen lassen. Sie, Meine Herren! scheinen darüber so bekümmert und ge׳ krankt zu sein, als wenn der Landesherr Sie zwingen wollen, die Religion unserer Vater zu verlassen, oder ein mosaisches Gesetz, oder doch wenigstens eine Vorbau« ungsregel der Rabbinen, zu übertreten. Ich gestehe gern meine Unwissenheit, daß ich das nicht rinfthe, und d׳e Ursache zu den großen Anstalten, die Sie dawider