Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Gallerie schädlicher Mißbräuche
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304642-2307002--04252-2307296- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
5° ז Liebling, sobald er nur einige sinnsicht Merkmale des Er« starrtseins von sich girbt, als wirklich tobt aus der menschlichen Gesellschaft zu verbannen und ihn dem kühlen Grabe zu übergeben, noch öfter, als es besonders bei meinen Elaubensbrüdern geschehen, und neuerdings ins Gedächtmß zu rufen» mögen zuerst folgende Schilderungen des Todes im Grabe, nebst angehängter Sammlung meiner und anderer Aerzte Erfahrungen, über allerdings wiederbelcbte Scheintodte, zur Genüge beweisen. *) Halle. vr. Meyer. a) Erste Schilderung des Todes im Grabe. Wie schrecklich ist der Zustand eines im Grabe Wie« dererwachten! Er fühlt sein Leben, aber er fühlt es nur, um es unter tausendfachen Qualen wieder zu endigen. Er erwacht, er schlagt seine Augen auf, und fürchterliches Dunkel schwebt um ihn her. Er will sich in die Höhe richte», sich bewegcn; aber ein enges Behältniß umschließt ihn, verhindert jede Bemühung, jede Anstrengung zu sei« ner Rettung. Das Herz fängt an zu schlagen, die Brust liten Verschied.neS von dem Folgenden nicht unbekannt sein dürfte: so finden wir es dennoch, besonders olS der Ten« den; der Sulamith angemessen, nölhig, diese wichtige Sach« auch hier zur Sprache zu bringen, und den folgen« den Beitrag aufzunehmen, indem die Wahrbeit und Auf« munterungen zum Abschaffen gewissr schädlichen Miß« bräuche durchaus oft wiederholt werden müssen, wenn man eine heilsame Wirkung erwarten will. D. H. *) Di'se Sammlung wirwohl noch Nachfolgen. D. H.