Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Literatur [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 2)
- Language
- German
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15S eisernen Kkeuzes und das Avancement vieler Israeliten zu Officicren, zeugen, tapfer für Fürst und Vaterland foch. len, und dadurch jene alte elende theoretische Behauptung der Judenfeinde» ״daß namüch die Israeliten das Vater« land nicht vertheidigen können und wollen, also zu Staatsbürgern untauglich seien," praktisch widerlegten und auf immer entkräfteten. *) Wenn man nun dieß unpartheiisch bemerkt, wenn man erwägt, daß selbst die höchste König!. Preußische Etaatsbe« Hörde den Bürgern jüd. Religion in Preußen das ehren« volle Zeugniß giebt, ״daß sie die Waffengefährten ihrer christli« chen Mitbürger gewesen, sie auch unter ihnen Beispiele des wahren tzeldmmuths aufzuweisen habe, und die übrigen jüdischen Einwohner in Aufopferungen jeder Art den Chri« *) Die Behauptung, daß die Juden das Vaterland nicht venbeidiqen kannten, war vorzüglich die Achse, um welche sich Alles drehte, was Judenfeinde von jeher ge« gen das den Juden zu «riheileude Bürgerrecht vorbrach« ten. Michaelis sagt: ״ die Macht deS Staats be« rubt nicht bloß auf Gold lind Silber, sonder» zur weit groß rn Hälfte auf Arm und Bein, auf Soldaten, uns die kann man aus dem jüdischen Volke nicht ha? den" u. s. w.- ״, — — Der Jude thut nicht» zum Schutz de« Staats, sondern will geschützt sein u. s. w. -״ Man wird unter den Juden ungemein wenige finden, dir das Soldatenmaaß haben (!) u. s. w. Als nun hierauf Mendelssohn behauptete und bewies, daß die Juden all-rdingS zu Staarsvertheidi« gern würden gebraucht werden können: setzter satyrsch hinzu: ״ es versiebt sich. daß sie das Maaß haben müssen, wie Herr Michaelis weislich erinnert, wo man sie n>cht etwa gegen Pigmäen oder Juden brauchen will."