Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zwei Anreden an die Schüler der Bürgerschule der israelitischen Gemeinden zu Frankfurt a. M., in den bestimmten Andachtstunden
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 3)
- Language
- German
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5!נ und wilder heilt; ihr habt erkannt, wie, wer Unrecht säet, Unglück erndtet, und der Allmächtige Alles herrlich hinausführt. Doch nicht bloß unfern Vätern ward Erlö« sung und Rettung von ihm, auch uns ist nicht versiegt der Born der göttlichen Gnade, auch uns ward ein Zeichen seiner Allmacht, auch uns ward ein Zeichen seiner Huld. Zwei Jahre sind verflossen, als an diesem Tage der Herr sich erbarmte der Unterdrückten, brach die Macht des stolzen Unterjochers und hochaufwehen ließ das Panier der Freiheit und des Rechts. Darum sind wir heute hier versammelt in zahlreicher Menge, Loblieder an« justimmen dem Herrn der Hcerschaarcn, ihn zu preisen, daß er wunderbar uns errettet aus der Hand der Feinde, und ihn zn flehen, daß er ferner seine Gnade angedeihrn lasse unserm geliebten Vaterlande, es schütze vor Noch und Drangsal, es bewahre vor äußerm Joch und innerer Zwietracht, und es verherrliche unter den Ländern. Amen! Laßt uns nun den segenreichen Begebenheiten dieses Tages Nachdenken, und dem Herrn dafür danken, nach« dem wir zuvor zu Erhöhung unserer Andacht den letzten Vers des eben begonnenen Liedes gesungen haben werden. * * * ״Aus der Noch rief ich den Herrn an, des Herrn Antwort schuf mir Raum. Der Herr ist mein, ich fürchte ״nichts, -was kann der Mensch mir thun?" (Ps.!17, 1.) So rief einst jener königliche Beter, als die Gnade und die Weisheit Gottes ihn errettet hatten von der Wuth sei« ner vereinigten Feinde, und seines gegen ihn verschwornen eigenen Kindes. Eo rufe Deutschland jetzt am Jahrestage jener ewig hochberühmtcn Völkerschlacht, welche die Macht