Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Ruinen Babylons
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 16)
- Language
- German
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IOJ zwölfte Theil seiner Armee war Monat für Monat im Dlcnste. Aber alle Anstrengungen waren vergebens. (Herodot l. lyo. Cyropad. VII. 5, 1 — 7.) Endlich brachte eine List die Stadt in die Gewalt des Cyrus. Denn da er Hörle, daß die Belagerten an einem gewissen Tage ein Fest feiern, und die ganze Rache schmaa« sen und schwelren würden, (Daniel 5. Jes. 21, 5. Jer. 51» 590 s» ließ er durch einen. Theil seines Heeres den Euphrat, der mitten durch die Stadt floß, in einiger Ent» fernung von der Stadt abgraben, und in einen großen See so viel Wasser ablciken, daß das Wasser im Strome nur bis gegen die Hüfte eines Mannes reichte. (Herodot I. 191.) Die Belagerung duser Stadt wurde während dieser Arbeit zum Schein auf das eifrigste fortaesetzt, da« mit dir Belagerten von. der Unternehmung nichts merkten. An dem bestimmten Festtage beim Anbruch der Nacht stellte CyruS die eine Halft« seines Heeres an den Ort, wo der Euphrat in die Stadt ein - die andere aber, wo er ansfließt. Da nun der Strom seicht wurde, so rück« ten die Belagerer von oben und unten durch das Bett des Flusses vor, dränge,׳ durch die Thore, die gegen den Fluß aus Rachläßigkeit nicht gesperrt waren (vergl. Jes 45, r.) in die Stadt, ahmten das Geschrei der Betrunkenen nach, und versammelten sich abgercdetermaaßen bei der Königli« chen Burg. Da der König, der das Geschrei besoffener Leute vor seiner Residenz zu hören glaubte, und die Ursa« che erfahren wollte, durch die Wacht die Thor« öffnen ließ, so drangen die Feinde sogleich mit aller Gewalt ein, machten Alles nieder, und kamen bis in das Zimmer des Königs. Delschezar, der König, zog zwar seinen Dolch, wurde aber überwältigt, und mit allen, die bei ihm wa« 1V. Iahrz. 11. Band- H