Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Ruinen Babylons
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 14)
- Language
- German
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gestiftet, und Ressen, die größte dieser Städte (r. B. M. 10, n. 12.) ward vermuthllch die Residenz der assyri« scheu Könige, und daher die Stadt Babel vergessen. Als Nabopvlassar, ein Chaldäer, im Jahre 625 vor bcrchristlichen Zeitrechnung, das babylonische Reich dem Assyrischen entriß, verlegte er seine Residenz nach Babel. Nachdem sein Sohn und Nachfolger Nebukadnezar, Jerusalem so« wohl als Tyrus zerstört, Aegypten erobert, ja sogar bis nach dem jetzigen Spanien vvrgedrungen, und mit uner« meßlicher Beute beladen nach Hause gekommen war, so schmückte er mit diesem Raube theils die Götzentempel, theils verschönerte er diese seine Residenzsiaot damit. Er bäumte den prächtigen Belnstempel, eine neue königliche Burg, eine Stadt jenseits des Euphrats, und umgab Al« lcs mit sehr dicken und hohen Mauern. (Vergl. Daniel 4, 27) Er ließ den Nahar Malka aus dem Euphrat in den TigersiroM, den Pallakopas in einen sehr großen durch Menschenhände angelegten See, und andere Kanäle graben, um das Wasser bei den Anschwellungen des Euphrats ab« zuleiten, damit die Stadt nicht überschwemmt werde; er ließ auch Damme anlegen, um das Wasser zur Bewasse« rung der Felder zu sammeln. Der See soll 1280 Eta« dien oder 32 deutsche Meilen im Umfange gehabt haben. Diese Werke sind der erdichteten Semiramis beigelegt worden, wofür man hätte sagen sollen, daß sie von Ni« kvtris. der Mutter Delschazars, des letzten chaldäischen Monarchen, vollendet worden sind. (Siehe Derosus beim Joseph Archaol. X u, 1 und wieder Apivn 1. ly, 20, Herodot I!84 —!86. Justmus l, 2. Diodor aus S>« cil.!1, 10. Strabo S. 758־. Abydcmus bei Eusebiis pniqn IX, 41 p. 457• ArriatMs de Reb. Alexondi'i. VII, 21.)