Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Lob der Gottheit
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 2)
- Language
- German
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74 die dann nie wieder verhallen. — Cs erlischt des Morgens jugendliche Giuth, auch des Abends zitterndes Gold er« blaßt; aber ihre mächtig rauschende Hymne vertonet nicht» ihr aufstrebender Gesang findet kein Ziel. Groß sind die wundervollen Thaten des Allmächtigen, groß seine majestätischen Schöpfungen » die die Weltbe« wohner mit freudigem Staunen unaufhörlich preisen; doch größer noch sind seine Gnade und Barmherzigkeit. — Wenn aus glühenden Wüsten der verirrte Wantrrer ihn anflebt, wenn von drückendem Mangel herumgetrieben, der Arme in wilder Ferne seine schwache Stimme zu ihm erbebt, steigt unverzüglich beseligende Hülfe von jenen Hö« hm herab, und des Seufzenden Klagegetön verwandelt schnell sich in Iubellieder. 2. Stimmet ihr Lieben! stimmet das holdeste Lied an! wenn ihr dem ewigen Könige huldigt; es stürme mächtig die Leyer, wenn die Hymne auffliegt zu seinem Throne, wo hoher Glanz ihn von Ewigkeiten her umstrahlet, wo furchtbare Majestät ihn durch aller Ewigkeiten Lauf um« geben wird. Horchr! gewaltig braust's von der Himmels« Wölbung her! es rollet heftig! donnert furchtbar! das ist seines Lobes mächtig Rauschen, würdig seiner wunder« vollen Größe, seines Allmachtnamens würdig; doch feietsicher wallt die lobende Stimme dort in seines Pallastes innerm Heiligtbum. Dort verkünden in stiller Entzückung Engel seinen Ruhm, dort zerfließen in sanfte Harmonie