Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Merkwürdige und humane Schreiben und Verfügungen, insbesondere die Israeliten in Deutschland betreffend
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 2)
- Language
- German
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45 düng und von dieser Lage der Sachen vollständige Mitthei« lung gemacht werden wird, kein Bedenken finden werden, einem eben so gerechten als von der Menschlichkeit eingrge» denen Wunsche Gehör zu geben, und auf die Jntercession derjenigen Regierungen, welcher die Stadt in Behauptung ihrer freien Verfassung so viel Erkenntlichkeit schuldig ist, ein Gewicht zu legen. Preußen hat durch seine Gesetzgebung dem übrigen Deutschland das Bcsspiel gegeben, und ist in der vollstän« hjqsten Ueberzcugung vorangcgangen, daß, um die besorg, len Nachthrile von der Aufnahme der Jüdischen Religions« parthei in den Schooß des Staates zweckmäßig und am sichersten zu entfernen, nur das einzige Mittel übrig sei, den Mitgliedern derselben gegen die Uebernahme der bürger« lichen Verpflichtungen dm Genuß der bürgerlichen Rechte tlnzuräumen. Die Hanseestädte, welche mit dem Preußischen Staate in so enger Verbindung stehen, können sich einer Nachah« mung dieses Beispiels nicht entziehen, ohne der Absicht des Preußischen Staats, die Jüdischen Einwohner an ein Da« terland zu knüpfen, und dadurch eben so wohlthatig auf sic selbst als auf den Staat zu wirken, geradehin entgegen zu arbeiten, mithin den Preußischen Staat» gegen den sie so viel anerkannte Verpflichtungen haben, mit dem sie durch dir Bande des gemeinsamen deutschen Vaterlandes so enge verschwistert sind, einen wesentlich Nachtheil zuzufügen. Wie ungerecht und ungegründet die Besorgnisse sind, baß durch das Empvrkonmen der Jüdischen Familien ir