Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einfälle
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 360 (sequence 2)
- Language
- German
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36« Kur^» ist die Jugend, aber es ist nicht wahr, baß des Lebens Glan; uut ihr entfliehe. Nimm Erinnerung und Freundschaft aus der Blülhen;eit mit hinüber und dein Daseyn wird nie zur pl.itten P׳osa hinsinken. Gort fürchten — das kann jeder, aber nur wenigen Glücklichen ist es gegeben, Golk lieben zu können׳ Stolz geht Pedrull einher» weil er ein guter Kauf» mann ist; aber lieber Gott, Gewinnst ist ja kein Verdienst. Der Arzt Z — behandelt viele seiner Patienten um» sonst. Cr will das Sprichwort: ״Umsonst ist der Tod", nicht zu Schanden macken. Liebe ist die Porste des Lebens: bas ist schön, so lange sie Poesie bleibt, aber sie;erstört das Leben, sobald sie zur blosien Reimerei hmabsinkt. Das; ein edler Zw ׳ck keine unedlen Mittel adle, die Lehre finde ich überfiüßlg; denn wer den cl-eln Zweck ernst» lich will» dem w!rd sin eigenes Gefühl die uncdeln Mit» tel schon verachten lehren. L. Schnabel. Sinngedicht. Verstand, Geschmack und Genie.׳ Was in der G gcnwart Breite gehört, in die Lange der Zukunft: Herrlich stellt dem Verstand, schön dem Gcschmacke es sich dar. Tief, zu des Orkus Geheimnis, und hoch, zu Jupi» ters Throne, Trägt dich der Genius nur, nur die Begeisterung hin. _ Büschenthal