Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Anekdoten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 355 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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?55 Inden aus dem Thore gehen, ohne ihn weiter zu kennen. Er wollte ihn ein wenig aufziehen, und fragte ihn unter andern, womit er denn handle; er wolle ihm etwas ab» kaufen. Der ungekanntt Mann war der gelehrte Men» dclssohn. Mit Recht gab er daher zur ׳Antwort: ״Womit ich handle, das kaufen Eie doch nicht!" — Nun, womit handelt er denn? — ״Mit Verstand." Gedanken » Kollektion. Der Mensch ist einem Baume oder einer Pflanze z« vergleichen: den Keim giebt ihm die Geburt, seine Erzichung ist der B o d e n und seine Schicksale das Klima. Ein wirklich großer Mann setzt seinen Ruhm darin: daß er sich selbst nut Ucberzeugung achten darf. Der staunende Beifall Anderer ist eine Folge dieses Selbst« gefühls. Der Mensch hält sich leicht an das Wahr schein« kiche, und ist dennoch sehr geneigt, etwas für »nmog« l i ch anznsehev. Beides aus Bequemlichkeit. Diese In« dolenz hat, in jedem Falle, nachtheilige Folgen für die Wissenschaften gehabt. Doch ist der leicht gefaßte Glaub e verzeihlicher, als der zu rasch ausgesprochene U11glaube: indem das Urtheil über Unmöglichkeiten auf ewig positiven Erkenntnißgründen beruht und der Be. griff des Unmöglichen mithin viel unsicherer ist, als der Begriff des Möglichen. Der bekehrte Heide A k e b a r ließ sich zugleich tau« fen und beschneiden, damit er keinen Weg zum Himmel »