Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Morgenländische Erzählung
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 352 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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952 geln zusammenqebracht» und ihnen allen die Gabe der Sprache mitqetheilt. In der weiten Hecke, worin sie cm« gesch'ossm waren, befand sich unter andern ein alter Sper« lind, der sich beständig mit seinem jnngen Weibchen zankte. Salomo machte sich ein Vergnügen daraus sie anzuhören. Eines Tages war der zankende Sperling vcr« drießlicher als gewöhnlich, ereiferte sich heftig und sagte: ״Garstiges Weib, ich sage dir, baß du dich vor meinem Zorn zu furchten käst» mache cs mir nicht ja bunt, sonst sollst du sehen, daß ich den ganzen Palast hier umkehre und dich unter den Trümmern begrabe: du kennst meine Starke noch nicht, wie ich sehe.״ Das arme, einfältige Weibchen war äußerst erschrocken und schwieg ganz still. Eatvmo aber lockte den zornigen Vogel zu sich auf die Spitze seines Zeigefingers, und sagte: ״Ich muß geste« hen, daß ich deine Crarke noch nicht kenne. Sage mir doch also, wie wolltest du es anfangen, mein Residenz« schloß zu zerstören? ״Großer König, antwortete der Sper« ling, du hast mich behorcht, und ich bin beschämt: ich weiß wohl, daß ich nur klein und schwach bin; aber er«!aube mir doch nur, ich bitte sehr, gegen meine Frau dm Starken zu spielen!" Der jüdische Geschichtschreiber Rabbi Ben« jamin Ben Ionä. R. Benjamin Den Jona, oder Benjamin von Ta« dula im Spanischen Navarra in der Stadt Tabula gebo« ren» lebt« in, zwölften Jahrhundert, und brachte fast seine ganze Lebenszeit mit Reisen zu.