Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Liebe
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 351 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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35» Liebe. ״Liebe, dieses süße Wort, sagt ein Gelehrter jühi. schen Glaubens')» hat seinen Ursprung in dem hcbräi. schen Worte: Leb, Herz. Hier ist Liebe, hier ist Leben. Das Wort Lei, im figürlichen Sinne, deutet nicht bloß auf die thiensche Neigung hin, sondern auch auf d>e Liebe des geistigen Lebens. 5- B. Mos. 6. 5." Gedanken.") -Die Menschen, die das ganze Jahr weltlich sind, bilden sich ein, sie müßten zur Zeit der Noch geist. lich seyn, sie sehen alles Gute und Sittliche wie eine Ar. zenei an, die nian mit Widerwillen zu sich nimmt, wenn man sich schlecht befindet, sie schen in einem Geistlichen, einem Sittenlehrcr nur einen Arzt, den man nicht geschwind genug aus dem Hause los werden kann; ich aber gestehe gern, ich habe vom Sittlichen den Begriff als von einer Diät, die eben dadurch nur Diät ist, wenn ich sie zur Lebensregel mache, wenn ich sie das ganze Jahr nicht au. ßer Augen lasse." Morgenländische Erzählung. Der weise Salomo hatte, nachdem er mit dem prächtigen Tempelbau fertig war, sich auch einen herrli« chen Palast erbauet. Er hatte darin alle Arten von Vö« *) Herr Asch. **) Von Göthe.