Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über den Zustand der Juden in den Ländern der Barbarei
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 7)
- Language
- German
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i1״, vrrlocn׳. sich auch die dortigen zablceichen Juden de-uahe gänzlich und zogen zum Theil westwärts in iekrcre Lander, wo sie sthou viele ihrer Mikbrüder antrafen, da feit der römischen Bcüfinehiinlug dieser Lander bereis jü. dische Kolonien daselb-si «»gekommen waren. — Seit dem bcmeldte» Jahrhundert finden wir sie in den Staaten von Algier, Fe; und Maroko sehr zahlreich, und wahrend der Diüthezeit der maurischen Kultur sehen wir unter ihnen daselbst von Zeit zu Zeit gleich hcrvorsicigenden Sternen manmgfalkige Genies aufrrete», die sich unvergänglichen Ruhm bei der Nation erworben haben. Nicht nur mehrere talmndische Heroen glanzten daselbst, während und nach der Gvnimpcriode; sondern auch viel׳ jüdische Philosophen, Grammatiker und Dichter, bildeten dort nebst ihren be« uachbarten Mitbrüdcrn im arabisirten Spanien, die erste Epoche der hebräischen Literatur, und das Genie, welches einst euie vollkommene hebräische Literargeschichte (die wege״ der Zusammenstellung ihrer aus den verschiedensten Erdtheilcn hervorgegangenen Heroen gewiß rin sehr interes. sautes Gemälde darbietcn müßte) liefern wird, wird zeneu nordaftikamscheu Ländern vielleicht eine nicht minder wichtige Rolle als den nordcuropäischen darin einraumen. Die am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts erfolgte Vertreibung der Juden aus Spanien vergrößerte die Anzahl der!üdischea Bewohner jener Länder mehr als dov« pelt, da ein großer Theil jener Flüchtlinge sich in diese, ihrem ehemaligen Vaterlande nächst gelegenen Gegenden begaben, wo sie von den humanen und siaatsklugen mau« rischen Fürsten mit offenen Armen empfangen wurden. Sie