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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 1 · p. Seite 214

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 1
Article
Anekdoten und Bemerkungen
Date
1812-01-01
Page
Seite 214 (sequence 2)
Language
German
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״Meine Ul׳r, pflegte Ma imon zu sagen, hat das Schicksal der Menschen. So wie diese kur; vor dem Tode am weisesten sind, so pflegt auch meine Uhr am richtigsten zu gehen, ehe sie ablaust." Einem Manne, den Maimon sehr schätzte, gab er öfters Manuscripte zu lesen. Dieser sagte ihm einst im Scherz: Ich habe Ihr Manuscript abgeschrieben, und werde es nun unter meinem Namen drucken laff!׳n. ״Möchten Eie es doch thun," versetzte Maimon, ״Sie sollen sehen, ich widerlege cs unter meinem Namen." Aphorismen und Einfalle. Ninon betete: Mein Gott, mache mich zu einem rechtschaffnen Manne, aber nie zu einem rechtschaffnen Weibe. Das war nun freilich nicht viel vernünftiger, als hatte sie nicht ein schönes Weib, sondern ein schöner Mann seyn wollen. Noch seltsamer aber ist die Bitte so vieler Eltern an den Pädagogen: Mache ans meinem Sohne ein bra« ves Weib, nur ums Himmclswillen keinen Mann! Frauenzimmer sind eben sowohl großer Thaten fähig' als Männer, nur daß beim Manne das Große Kraft- Äußerung ist, beim Weibe Kraftansirengung, daß Heroismus das Wesen des großen Mannes und das Sonntagskleid des großen Weibes ist. Ein alter Philosoph nannte das Wort: das Weib, >.ü׳°d die That den Mann. Vortrefflich, lieber Plato! man

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