Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Lob eines Schauspielers und Kompnisten jüdischer Religion [Nachricht]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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a06 sie fomponirt hat, heransgeruftn und mit dem lautesten Beifalle beehrt. Daß ihn dieser sehr brave Sänger, ge« schickte Schauspieler und glückliche Tonst her verdiene, dar« über war nur eine Stimme." Gedanken. 1. Das Gewissen*). Das Gewiss« ist der eingebvrne Mittler jedes Men« scheu. Es vertritt die Stelle Gottes auf Erden, und ist daher Vielen das Höchste und Letzte. Aber wie entfernt war die bisherige Wissenschaft» die man Tugend oder Eittenlchrc nannte, von der reinen Gestalt dieses erba« denen weitun.fassenden Gedankens. Das Gewiss׳» ist der Menschen eigenstes Wesen in voller Verklarung, der himmlische Urmensch. Es ist nicht dien und jenes, es gebietet nicht in allgemeine» Sprüchen, cs besieht nicht aus einzelnen Tugenden. Es zieht nur eine Tugend,— de!׳, reinen, ernst-n Wille», d>e im Luge» l׳ck der Ent« scheidung unmittelbar sich n.l'chl, sit und wählt. In lc« dendiger, cige1!tbüm!1cher Uinbe lbarkeit bewohnt es und beseelt es das zärtliche Sinnbild des menschl eben Kor« pers, und vermag alle geistige» Gliedmaßen in die wahr- Hafteste Thacigkeu zu setze». *) S. Novalis Schriften, berausgeg. von!. Ti eck und H. S eh l c g e l. Lster Tyeil.