Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten aus dem Königreiche Westphalen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 12)
- Language
- German
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Menschheit galt; alle diese Eigenschaften haben :hm die Achtung seiner Mitmenschen» di» ihn und sein Wirken kannten, in einem hohen Grade erworben und machen ihn unvergeßlich allen denen, die Verdienste edler Menschen zu würdigen und zu schätzen wissen. Mit einer fast beispiellosen Geduld, mit frommer, ruhigen Ergebung in den Willen des gerechten Allvaters ertrug er seine großen körperlichen Leiden, von denen er während einer drcizehnwöchentlichen Krankheit heimgesncht wurde. Fesivertrauend auf die beglückenden Lehren seiner Religion, auf ein jenseitiges vollkvmmneres, besseres Le« den, sah er mit einer Ruhe, die nur dem Frommen, Reinen und Schuldlosen, besonders in der Todesstunde eigenthümlich ist, dem herannahendcn Tode!ns Angesicht, und im völligen Dcwnßtseyn schied er sanft und weise von dieser Erde, um Jenseits, in den Gefilden des ewigen Scyns und der ewigen Ruhe, die schönen Früchte seiner herrlichen Aussaat hicniedcn einzuarndtcn und zu genie« ßen, denn der Edle war innigst überzeugt: ״Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn. Erzeugt int Gcbirnc des Tl.'vrc», Im Herzen lüntet cs laut sich an. Zu was bcsferm sind wir geboren, Und was die innere Stimme spricht, Das täuscht die hoffende Seele nicht." Zum Leichenbegängnisse fanden sich fast alle Gemeinde« Mitglieder ein. Im Trauerhause hielt der Herr Konsistorialrath Berlin, Rabbiner des Eprengels Kassel, am