Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Plutarch und der Talmud
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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falls aus einer Stelle der heiligen Schrift beantworte» können; sie wollten aber jeder Frage über Kosmvgonie ausweichen). Darauf folgte die Frage: Wer verdient weise genannt ju werden? ״Der das Zukünftige ahnet." Wer verdient den Namen Held? ״Der die Leidenschaft be. siegt?" Wer könnte mit Recht reich heißen? ״Der Genügsame." Was soll der Mensch thun, damit er lebe? ״Seine Leidenschaft tobten"'). Was daß er sterbe? ״Seine Leidenschaft reizen." Auf die Frage nun: Wie man sich bei den Menschen beliebt machen könne? folgte die Antwort: ״Wenn man sich von Hof und Höflingen entfernet **). Hierauf versetzte er: ״Ich bin weiser als ihr. Man soll sich die Gunst des Hofes erwerben um für das Wohl der Menschen zu wirken." Hierauf wurde gefragt: Soll man die See oder das Land bewohnen? ״Das Land, erwiedertcn sie; denn das Ziel eines jeden Seglers ist zu — landen." Der König fragte: Wer von ihnen der Weiseste fey? ״Wir sind gleich weise; denn unsre Meinungen sind gleichstimmig." Welche Waffen schützen euch, daß ihr nicht unfern Glauben annehmt? — ״Das Geschick leitet euch irre, und stellt uns auf die Probe." — Aber ich könnte euch Kraft meiner könig'lchcu Gewalt umbringen lassen? ״Gewalt ist in der Mach! des Königs, aber nicht die Verletzung seines Wortes״ (denn er versprach im Voraus, ihnen nichts Leides zuzufügcn). ■ri: Rasch i kcmmcntirt. ■־י: U;;־ Rn, Neid seiner Neben»!cnschen nicht rege zu mache».