Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Babels Schicksal=Masa Babel
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Obschon mit Stabten du den Erdkreis füllst, Obgleich du dich mit Gold und Purpur kleidest. Und dein Gesicht mit seltner Schminke sierst, Vergcbnr Muh'! die Freunde trachten nach Dem Leben dir — des Friedens Engel weinen. Ha, welch ein Volkstumult, der ringsum tobt Wie stürmisch Meer! Ein Nationen. Anfruhe Erbrausend wie gewalt'ge Fluten brausen. Sieh', ich zerschlage der Verwegnen Tro!?, Vernichte.nun der Stolzen Uebcrniuth. Ein junger Lowe bist du unter Völkern, Ein Wallfisch bist du in des Meeres Grund; Doch steht d>e Falle dir, dich fängt das Netz. Eie legen unter d!c Erschlagnen dich. Du sichst rund >m! dich dune Gräber nur. — Weil zahllos deine Kinder sind und feist Wie Kuh' im Grase, weil sie wie Stiere brüllen Drum ordne meine Schrecken ich zur Schlacht, Und bald durchbohren dich der Allmacht Pfeile. Du athmest plötzlich ihre Gifte ein. Vor dir erzittern Völker aller Zungen; Doch schlag' ich dir den Bogen aus der Linken, Die Pfeile schlag' ich aus der Rechten dir. Gebt Babel Flügel, daß sie schnell entflieh' — Umsonst, den Raub erhaschen bald die Lahmen' Auf Berge weis' ich hin dein Aas und fülle Mit deiner Höhe tiefe Thäler ans. Das Land, worin du schwimmest, Wasser'!ch Mit Blut. Die Ströme, voll sind sie von dir. Auf meinem Berge sammeln sich die Thiere, Gefieder aller Art, zum großen Mahl.