Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über das Charakteristische und Wesentliche des Israelitischen Volkes
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 11)
- Language
- German
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38 der ihrer denkt, ein Vater des großen Alles ist, der Tugend belohnt, Laster bestraft, den Unschuldigen schützt und von dem Schuldigen väterlich unterscheidet und den Frommen nicht mit dem Bösewicht tobtet — das hatten sie vorder noch nicht gewußt — noch nicht erkannt! — So vorbereitet und belehrt sahen sie die Irrlichter, welche ihnen aus dem tiefen Sumpf des finstern Aberglaubens aufsiiegen und sie ins Verderben führten; so vorbereitet und unterwiesen, mit einem freien Sinne und gelauterten Gcmüthe, schüttelten sie ab die Sclavenketten, in welchen sie Tyrannei und Vorurtheil geschmiedet hatten und jetzt, jetzt eilten sie auf wunderbarem Pfade, dem Orte zu, an welchem sie mit Recht, ihres reinen Glaubens wegen, den um diese Zeit noch kein ganzes Volk aufErden hatte, höchst bcglückende Gesetze und mit ihnen, nicht aus eitlem Stolze und Dünkel, den Ehrennamen eines geliebten Volkes, eines auserkohrenen Stammes erhielten, sie eilten dem Sinai zu, um dort den Brautring, der sie zum gört« lichen Volke einweihete, von der Hand des lebenden Got« tes zu empfangen, um dort verhüllt in einem himmlischen V erm a blunz s schle i e r den Himmlischen von Ange« sicht zu Angesicht zu schauen, und aus seinem Munde die Morte der Trauungsfeyer zu vernehmen: Werdet ihr meinen Vorschriften gehorchen: so scyd ihr mein geliebtes Eigenthum unter allen Erdenvölkern! Am Sinai — dort wurdest du Israel sein Volk» sein Eigenthum! Am Sinai — als Gott von Teman einher-