Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 358 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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358 Kopenhagen und anderer. Auch hat er manche lehrreiche Aufsätze über seine Kunst geschrieben. Bekanntlich hat der Bankier, Abraham Gold« schmidt ju London im vorigen Jahr einen Selbstmord begangen. Ungeachtet aber derselbe als ein wohlthätiger Mann in großem Rufe stand r so wurde doch dessen Leich« nam, wie das politische Journal erwähnte, an einem ab« gesonderten Orte des jüdischen Begräbnißplatzes daselbst, neben dem seines Bruders Benjamin Goldschmidt, welcher, wie bekannt, ebenfalls einen Selbstmord began« gen hat, in aller Stille begraben. Ein Beweis, daß auch die Israeliten zu London streng ihre religiösen Vorschriften erfüllen. Eine in London wohnende reiche Jüdin, welche im December 1794 starb, machte in ihrem Testamente die Verordnung, daß ihr Leichnam nach Jerusalem ge« bracht und dort beerdigt werden sollte. Zwei gesetzte Män« ner aus der Jsraelitengemeinde sollten die Leiche dahin be« gleiten und bas Begräbniß nach der Vorschrift besorgen. Für diese Mühewaltung sollte ein jeder 400 Pfund Ster« ling erhalten. Buchstäblich wurde auch dieser letzte Wille in Erfüllung gebracht. In einer neuen zu Paris herausgekommenen Reisebe« fchreibung des Herrn Le Drü (Vo^sZe aux 11s de Teneriffe, Ja Trinitc, St. Thomas ctc. par Andre Pierre l« L'ru, Paris!810 )!st folgende Nachricht über die Ju״