Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 352 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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35* erheischt, die thtilS aus der Bibel, ohne Hülfe metaphy. stschcr Satze, nur unvollständig abgeleitet werden kann theils aber in jetzigen Zeiten,— wo der Staat dir Bekrn« «er der Mosaischen Lehre mit dem ehrenvollen Namen sei. ner Unterchanen belegt, und sie nicht mehr völlig als Aus» länder betrachtet — erst eine dem Zeitgeiste gemäße Den» tung erhalten muß, che sie aus der Bibel abgeleitet wer. den darf. Dem Lehrer der hebräischen Sprache und Re» ligion, Herrn Mosar, ward zu dem Ende gezeigt, auf welche Art er die Bibel in der Grundsprache mit den Kin» dcrn durchgehen solle, um hiebei alles von Dogmatik mitjunehmen, was den Fähigkeiten der Lehrlinge angemes» fett ist, und was dem Zeitgeiste nach ihnen nutzt und frommt*). Die Anstalt hat bereits die Freude erlebt, daß einige rechtliche und einsichtsvolle Anhänger der Mosaischen Lehre, die sie einlud, dem Unterrichte beizuwohnen, den eingeschlagenen Weg sehr gebilligt und von ihm mit Ach. tung unter ihren Elaubensbrüderu gesprochen haben. -Der Vice. Oberland - Rabbiner, berge. lchrte und rechtschaffene Herr Meyer Simon Weil, Hochehrwürden, verschmäht es nicht, der Direktion mit gutem Rath an die Hand zu gehen und manche kleine Mnhwaltung für die Anstalt zu übernehmen. Sein der Schule geschenkter Beifall ist ihr um so wichtiger, da er *) Da die Art und Weife, wie birses gezeigt wurde, gewiß sehr lehrreich und interessant ist: so wünschen wir, daß der Herr Direktor B e n d a v i d etwas Näheres darüber in dieser Zeitschrift mittheilen möchte. D. H.