Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Gesammelte Blumen und Früchte zur neuern Sittengeschichte der Israeliten
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 2)
- Language
- German
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Mendelssohn's, Lesfing's, Engel's, Fried« lander' s und Nikolai' s sind. Berlin. M. H. Bock. I. Wrltklugheit eines weisen Mannes. Eine Anekdote aus dem Lebe» Moses Meiidelsvhns *). In den Sechziger Jahren des verfiossnen Jahrhun« derts befand sich ein Talmudist, aus Böhmen gebürtig, V — z als Hauslehrer bei einem Jüdischen Fabrikanten in Berlin. Außer dem Studium des Talmuds hatte er sich auch gründliche Kenntniß der hebräischen Sprache er« worben; vorzüglich las er gern die alten philosophischen Schriften des Maimonides, Bachai, u. a.m., die, da sie größtentheils aus dem Arabischen übersetzt sind, sehr schwierige und dunkle Stellen enthalten. Dicß brachte ihn »n Verbindung mit Moses Mendelssohn, der allein im Stande war ihn hierin zu belehren, und die Dunkelheiten aufzuhcllen. V—z war ein dankbarer Schüler, und Mendelssohns großer Verehrer. Nach mchrern Jahren ging er nach P—g, wahr« scheinlich seiner Vaterstadt, ließ sich da häuslich nieder, nährte sich vom Geldwechseln, und bezog die Leipziger Messen. Dabei blieb er den Wissenschaften ergeben : denn er fuhr fort mit Mendelssohn einen gelehrten Briefwechsel in hebräischer Sprache zu unterhalten. Der deutschen *) Au» der Berliner Monatschrift herausgegeben von dem Hrn. Bibliothekar Biester.