Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1810)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 410 (sequence 2)
- Language
- German
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Sippen'''T§m,׳ hingegen ein weit von mir entferntes Herz, hat, und nur Gebote gelchrter Menschen befolget: so will ich mit diesem Volke außerordentlich verfahren, näinIich: die Wcish.eit seiner W e iscn soll zu Grunde gehen und dicVernunft seincrVcr. nünftigcn sich verkriechen müssen. Wer nun eine Sprache nicht versieht, der soll auch in derselben nicht beten, weil das Gebet eigentlich aus dem Herzen kom- .1r.cn (das Herz zu Gort erheben) soll; wenn aber das Her; dabei, nichts empfindet (wie es der Fall bei einem jeden in einer ihm unvcrsiandkichen CpracheDetenden.nolh« wendiger Weise scyn muß), so kann auch ein solches Gebet bei Gott nicht angenehm scyn" - ...... In diesem Tone spricht auch der berühmte und im Rufe der Heiligkeit sichende Rabbi I c sa i a s H 1s r w i tz in seinem Buche: Schnee Luchot Haberitb in der Abhandlung, vom Gebete. ״Wenn ein Mensch, , sagt derselbe, sein Gebet in jener Sprache verrichtet, in welcher er seine täglichen Geschäfte abmacht, so wird cs ihm immer leichter, sein Her; zur Andacht zu stimmen, als wenn er es in einer andern.Sprache verrichtete, ob er sie gleich vollkommen verstände. Ließ ist schon daraus abzunehmen, daß am Traucrtage der Zerstörung Jerusalems mancher, der die hebräische Sprache noch, so gut inne hat, durch ein in deutscher Sprache verfaßtes Trauerlied (damals war es so üblich) mehr als durch eine in hebräischer Sprache verfaßte Ode gerührt wird."*) *) Man sehe: Kelch des Heils, von P. Beek S. »97. — »S9-