Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Feyerliche Einweihung des Jacobs-Tempels in Seesen
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 17)
- Language
- German
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3 H stühlcn der Kirche . . empfängt, dieß alles uvrb tcm wahren ^tlvmicr der Religion solche gewcrhettn Gottes- Häuser HÄ-ft ehrwürdig machen. Ja, meine Brüderalles, was uns umgibt, alle Zeichen der Zeit rufen uns jene Gesinnungen, jene mrlderen Gruudwtze, jenes Emporstrebcns aus den Tiefen unserer bisherigen Erniedrigung zu. Wir haben endlich erhalten, wernach wir so lange gerungen, so lange vergebens geseufzt haben, ein Vaterland, das uns nicht mehr wie Fremdlinge behandelt, einen Staat, der unsnichr mehr wie verirrte Echaaft auf Eurppcns weiten Fluren umherirren laßt'"). Zerbrochen ist das Joch, unter welches Politik und Meinung seit Jahrtausenden unfern Nacken gebeugt harren. Zion ist wirklich erlöset durch Recht (wenn ich einen Ausspruch des Propheten Jcsaias i, 27. 25. auf unsere gegenwärtigen Verhältnisse anwenden darf), nachdem der Herr lange seine Hand wieder uns gekehrt hatte. Wenn wir uns jetzt nicht erheben., so haben wir nicht mehr eine traurige Notwendigkeit, nicht mehr den Truck schmählicher Verhältnisse, sondern, nur die Trägheit unseres Willens, unsere Halsstarrigkeit zu verklagen. Schon haben wir uns längst über einige Sitten und Begriffe unserer alten Vorfahren erhoben, u. s. w. Aber laßt uns aufrichtig ftyn, meine Brüder. Noch - lasten auf unserem Kultus einige religiöse Gebräuche f *) O, daß dieses ans alle Israeliten , auch außerhalb dem Königreiche Wcsiphalcn u. s. w. bald anwendbar werden möchte! D. H.