Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Einfälle
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 283 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2304627-2304628-2304629-10858275-2305015--02683-2305433- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Kcm Seif auf erben har mehr' N a ti ona lschulden als das Israelitische. Wenn Ein Individuum einen gehler begeh:: (und wie leicht ist das nicht möglich!), so muß die ganz: Natron dir Schuld, tragen. ... Es giebr Provinzen in Spanien, wo den Weibern das saubere Geschäft des Rassirens angewiesen ist. Unsere grauen, die in keinem .Stücke ihren Schwestern etwas vorauslasten wollen, fuck-n ebenfalls etwas Verdienstliches darin, ihre aröstreu Ehchalften — nur in dieftm-Falle darf dieser -Ausdruck gestattet werden — pflichtgemäß zu — schccrcn. . Noch nie so als.in unfern Tagen sah' man di: zartesten Damen den geflügelten Pegasus mnthig besteigen. Und zu welchem Ende? um auf einmal durch das ganze Gebiet der — Mode zu — g d l l'öpiren. ■ Der Kranke spricht am .meisten von der Gesundheit, der Heuchler von der Religion , der Liebloft von der Liebe, und — in unfern Zelten soll ichs wohl noch erleben, wie ein Tliuder Ravhaels Verklarung bcurth.eilt'und ein Tauber Heydens Schöpfung bekrittelt. Geniale Menschen wollen alles, was sie werden, durch sich ft!bst ftyn.. Eigene Erfahrung und eigene Schicksale sollen sie lautern und der menschlichen Gesellschaft Qnpasscn. Man kann sie daher, sowie in jeder andern, auch in dieser Hinsicht, mit dem Diamanten vergleichen, der sich nur mit seinem eigenen Staube schleifen laßt.