Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Über die Nothwendigkeit einer Sammlung von Lebensbeschreibungen gelehrter und sonst rühmlich sich auszeichnender Männer in Israel
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 13)
- Language
- German
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Da die Handlung bcr einzige Nahrungszweig der jüdisches Ncligionsvcrwandttn damals war, so erhielt auch cr nur eine diesem Zwecke entsprechende Erziehung. Er zeigte aber nie viel Lust zur Kaufmannschaft, und die Lneratur war schon in seiner früher:: Ingens seine Litblingsncigung. Seine Großeltern billigten seinen allzugroßen Hang zu den Wissenschaften nicht, weil noch zu dieser Zeit die Geiehrsamkcit den Inden, wenig nützte. Doch vergebens suchten sie ihn davon abzubringen. Sein unablaßiges Streben nach Tildung und Vervollkommnung, unterdrückt durch Umstände, brach inSchwcrmuth bei ihm aus, weich: senderdar in?eeligion.sschwarmtrci überging. Er wurde höchst gefährlich kraul; doch von beiden Krankheiten bald vollkommen wieder hcrgesiellt. Mit seiner Genesung kehrte auch ganz seine Liebe zu dcn Wissenschaften wieder zurück, und cr suchte mit unerniüdetcm Fleiß: das nachzuholen, was vormals meistens in der ersten Erziehung der Juden vernachiaßiget wurde. Eine höchst mühevolle Arbeit in einem schon vScgerückten Alker. ' . Im Jahre .1782. erhielt der Großvater des Hrn. D. D. Arnstein das Dekret als k. k. Großhändler, wobei un« scr D. sich thatigst verwenden mußte, und wählte ein Fach, welches noch am meisten mit seiner Neigung übereinstimmte: die Korrespondenz. Seine Liebe zur Literatur vergrößcrtc sich aber dadurch noch mehr / weil ihm nur bloß «ln versiohlner Ilmgang mit ihr erlaubt war, und er sindirte unausgesetzt bis in die spate Nacht. Diese allzugroße Ansircngung schwächte seine Gesundheit sehr, weswegen er