Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Über die Nothwendigkeit einer Sammlung von Lebensbeschreibungen gelehrter und sonst rühmlich sich auszeichnender Männer in Israel
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 2)
- Language
- German
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235 fcn zur Veredlung unserer Gattung, in dem Bewußtseyn gelcistelcr Pflicht seine Belohnung finden: allein der Wi« derstände, gegen welche der edle Mensch! besonders jener, der von innerer Kraft gedrängt in einer erweiterten Sphäre seinen Wirkungskreis bestimmt, allfort anzukampftn hat, find so viele und so verschiedenartig, daß ein äußerst hoher,. Grad des innern Gefühls oft nicht hinreicht, um diesen Kampf zu bestehen, wenn nicht zugleich ein Sporn anderer Art den Menschen antrcibt, diesen Kampf muthig zu beginnen, und standhaft zu vollenden. Unter allen dich» fälligen Nebeutricbcn ist unstreitig der edelste, jener des DewuFrseyns, daß, obgleich daä Streben des Menschen nach Vervollkommnung und sein edler Wille und Thatigkeit auch andere auf diese Dahn zu leiten, von vielen seiner Zeitgenossen, ans Leichtsinn, Eigennutz, Rachsucht, Ccha« dcnfreudc und dergleichen unseligen Trieben mehr angeftindet und mit brutaler Wuu) verfolgt zu werden, das Ungluck har, er dennoch von den Bessern seiner Zeitgenossen gekannt, geschätzt, und durch sie. sein Andenken auf die dankbarere Nachwelt gebracht werden wird. ״Unsere Ge- ״rcchtigkeit, unsere Wohlrharigkeit, unser Bestreben den ״Pflichten unsersBerufs Genüge zu leisten", sagt der wür« digc Jerusalem, ״würden un-ahligemal in ihren Wir- ״kungcn zu langsam scyn, wenn die bcsondcrn natürlichen ״Neigungen uns nicht zu Hülfe kamen, und mit ihren ״Trieben den Dcwcgsgründen der Vernunft eine lebhafte ״Wirksamkeit gaben. Die Ccibstlicbe arbeitet allemal mit ,,uns. Sie stärkt den nmrhigm Held, der ans der edelsten ״Liebe für sein Vaterland demselben seine Ruhe und sein ״Leben, opfert, mit der Dersschcrung der Unsterblichkeit,