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Sulamith · 1810-01-01 · 1 Bd. 2 H. (1810) · p. Seite 119

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 2 H. (1810)
Article
Über die Konfirmation bei den Israeliten
Date
1810-01-01
Page
Seite 119 (sequence 10)
Language
German
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119 chatcn verbreitend, die ganze Natur kündigt ihm das Da« ftyn eines großen, unendlich gütigen Schöpfers und Er« Halters an. Es ist ein Gott! — Friedfertigkeit, Menschenliebe und Hülfsbegierde sind die unausbleibliche» Folgen dieser ticftrkanntcu und inniggefühlten Wahrheit — *) Welche Gefühle durchströmcn jetzt sein junges Herz! Von einer geheimen Kraft angefeucrt, erhebt er seine A!!gen staunend zur Quelle alles Guten und Erhabenen, er sichet Liebe, Harmonie und tiefe Weisheit in allem walken, — und nun wird die Gottheit sein einziges Augenmerk, sich ihr ähnlich zu machen, ihre beglückstligende Eigenschäften sich zu erwerben, das höchste Ziel seines Strcbcns. Gleich den dunkeln Gestirnen, welche warme Ctrah« len der Sonne einsaugen, um wieder Wohlrhatcn zu sperr« den: so sammelt der junge Erdenbewohner Kenntnisse und Einsichten von seinen Erziehern, die sich bestreben, seinem Schwünge eine gerade Richtung zu geben, und ihn zu einein sich und seine Mikgcschöpfc beglückenden Menschen zu. bilden. ״Die Wahrheit erkennen, das Schöne lieben, das Gute wollen und das Beste thun" — Ließ ist sein Wahlspruch, den er beherzigen und dessen er immer eingedenk ftyn soll. Er lernt den Wcrrh der zeitlichen Güter kennen, wie nichtig, wie schädlich sie oft sind; er sicht, daß diese nicht allein die menschliche Glückseligkeit ausma« cken, daß es edlere und dauerndere Güter gicbt, die ihm kein Zufall rauben kann, und begreift nun, daß er nicht allein für sich, sondern auch zum Besten Anderer da ist. Aber wie groß ist das Feld, das sich nun seinem Blicke darstellt! Mit wie vielen Hindernissen hat er nun zn ד S. Religion, von I. I. Spalding.

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