Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1810)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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ffiancrt am Herzen liegt. Man darf mit Recht von den Israeliten iw Deßauischen erwarten, daß sie diese Erlaub, ruß nützlich anwcndcn werden. Schon im vorigen Jahre ging der Kaufmann Herr Hirsch Schwabe in Deßau ' feilten Glaubensgenossen anderweitig mit einem guten Beispiele voran. Cr bestimmte nämlich ׳seinen jungen Sohn, Namens Samuel, der Landwirthschaft, und übergab denselben der Leitung eines biedern Amtmanns zu Zerbst. ,Sowohl der ununterbrochene Fleiß, als das gute Detra» gen des jungen Oekonomcn erwerben demselben die Liebe und das Vertrauen feines Amtmannes. Möge er viele; Nachahmer fi״den! Der Fürst von Waldek - Pyrmont hat den Israeliten , in Seinem Lande das Bürgerrecht Madigst zu crtheilen ' geruhet. ׳ ׳ Im Eroßherzogthume Hcsscndarmstadt werden dem Rcrnchmen nach den Israeliten hast» die bürgerlichen Rechte crtheilt werden. Der Judenleibzsll ist im Hildburghauftnschen Lande einer höchsten Verordnung zufolge aufgehoben worden. Diese die Menschheit entehrende Abgabe hörte mit dem 1. Januar d. I. dort wirklich auf. Nachrichten aus dem Preußischen zufolge dürste in diesem Lande bald manche heilsame,Verbesserung für die Israeliten hervorgchcn, und dadurch das General-Juden» Reglement vom Jahr 1750 außer Kraft gesetzt werden.—