Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1810)
- Article
- Der Monat Chislow
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 49 (sequence 2)
- Language
- German
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folgen , einem andern Ruft mehr als dem seines Gewiss« scns zu gehorchen. - Thöncht und beleidigend für die Freiheit der Menschheit wäre es daher allerdings, die Ceremonien und ä u« - ßern Observanzen in der Religion bei allen oder auch nur bei mehreren Völkern gleich einheimisch zs machen, und sie gleich ausländischen Früchten in einen fremden Boden zu verpflanzen, oder wie in Treibhäusern sie zmn Gedeihen zu forciren. Sv wie du Nation von Nation an ihrer verschieden» artigen Kleidcrtracht und Mundart uns Sprache erkenne^ iss erkenne sie such immerhin an ihrem ReligionsgewLnde und dem! äußern Putz. Nichts geht hierbei verloren; ׳denn das Herz — in deinem Busen und in deinem Glauben — kann ja unter einem Kittel eben so warm und edel schlagen, als unter einem Purpurgewande. . , Kein Beherrscher, der Erde, der die Vernunft noch!andächtiger als seinen Thron anbetett, war daher je ss albcrN, die Grille von einer allgemeinen Landesrrli» gion im Ernste auszuführen. Und fiel es ja einem ge« krönten Haupte, oder sonst einem hauptlosen Schwärmer rin, die so flüchtige Idee gern reakisirt zu sehen: so wurde dieser Hochverrach gerächt und belohnt nach gerechtem Verdienst. ." . . Die Annalen der jüdischen Geschichte mögen uns Mler andern zu dieser letzten Behauptung einen Beleg liefern, der zugleich die Uebcrschrift des kleinen Aufsatzes i erklärt. Dabei bitte ich diejenigen Leserinnen oder Leser, M. Iahrg. Tand. D! ,