Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1810)
- Article
- Einige Blicke auf die Bemühungen der deutschen Israeliten in Hinsicht ihrer Kulturbeförderung
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 33)
- Language
- German
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Denkungsart, guten Gcschmak, -ed!e Gesinnung und Handlung, mit einem Worte: durch Humanität ausdrückt. ' Ist cs auch nicht möglich alle jene Anstalten und Handlungen auzuführcn, aus welchen das Gesagte her-' vorleuchtet, so sollen hier wenigstens einige hauptsächlich charakteristrende berührt werden. Seit einigen Jahren besteht daselbst eine Gesellschaft vcrheirathctcr und unverheiratheter junger Lenke, deren Tendenz eben so mannichfaltig, als gut und edel ist. Zur intellektuellen und ästhetischen Bildung hat sie sich eine Bibliothek verschiedener schöner und geistreicher Werke, der neusten Literatur angeschaffk, welche jedem Liebhaber der Lektüre offen sieht. Eine Anstalt, ,die schon an und für? sich sehr rühmlich ist, die aber zugleich auch Bildung vor- ausfttzt. Des Armen nicht vergessend, hat sie ein Mild» thätigkeits-Institut, aus welchem monatlich eine bedeü» tcndr Summe an Bedürftige fließet. Der Fond hierzu wird Thcils durch bestimmte wöchentliche Beiträge, Theils durch den Ertrag eines der Gesellschaft zugehörigen Billards gebildet. Als bei der neuesten Aekrutirung mehrere jüdische Individuen ihres Ortes das Loos zum Militärdienste traf,' bewies sich diese Gesellschaft eben so patriotisch als wohlthätig. Jedem Unbemittelten, der den Beruf eines Vaterlandsvtrkheidige^s erfüllte, uud sich dieser Pflicht nicht durch Stellung eines Ersatzmannes rntledigtt, fetzte sie eine wöchentliche Zulage von Einem Gulden aus,' und bestimmte ihm noch überdies, bei seiner Entlassung aus dem Militärdienste, eine Unttrsiützungssummt von zvo ft m. Jahrg.1 ׳. Dsnd. C