Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 251 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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281 Hannover. Das Königliche Ministerium des Zn« nern hat zur Errichtung des israelitischen Seminars in Hannover 800 Thlr. beigetragen. Die Rassauische Abgeordneten-Kammer von 1847 hat zur Bildung jüdischer Lehrer 888 Gulden ( jährlich? ) bewilligt. Berlin. Am 31. Januar d. Z. feierte die Gesellschaft jüdischer Gewerbetreibenden zur gegen« fettigen Unterstützungeri in Krankheitsfällen das Fest ihres einjährigen Bestehens durch eine statutenmäßig abgehältenc General-Versammlung. Nur 21 Individuen wurden darin unentgeltlich behandelt, und es konnten 588 Thaler zum eisernen Fond geschlagen werden. Beim Abendessen der Versammlung erhob sich ein geachtetes Ehrenmitglied, um in einer kurzen Rede u. a. zu zeigen, wie hoch schon die Rabbinen und jüdischen Schriftgelehrten den Handwerksstand geachtet hatten. Er entwickelte dieses aus drei hebräischen Sprichwörtern und wies nach, wie fast alle Gewerbe einen oder mehrere^Juden zu ihren tüchtigsten Meistern zählen und wie falsch die vorgefaßte Meinung fei, daß der jüdische Handwerker durch seinen Religionskultus eben so Tüchtiges, als der Christ auf gleicher Stufe zu leisten verhindert werde. Berlin. Der Vorstand der erst vor zwei Jahren gegründeten Pichonschen Pensionsstiftung für Elementarlehrer und Lehrerwittwen» hat bereits ungeachtet der noch beschränkte» Beiträge und Mittel, einen vierten Pensionär ausgenommen und zwar der der hiesigen jüdischen Gemeinde an gehört und den hohes Alter das lange, treu und redlich verwaltete Lehramt aufzugeben gezwungen hat. Wenn nun auch damit lediglich geschehen ist, was das Statut der Stiftung vorgezeichnet, welches die zu bewilligenden Pensionen und Unterstützungen ausdrücklich von jeglichem Glanbcnsbckenntniß unabhängig stellt, so wird dieses Faktum nichts desto weniger von allen Menschenfreunden als einen unsere Zeit hoch ehrenden und