Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 75)
- Language
- German
- Belongs to
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189 dort ni« Juden wohnen durften, noch nicht wohnen, und die wenigen, welche sich etwa dort, mit Pässen versehen, aufhalten dürfen, werden gewiß stoh sein, wenn man ihnen nur gestattet, ruhig zu gehen, und werden also auf Wettrennen gern verzichten. Der Kaiser «nd der Rabbi. Vor Trajan, dem Römerkaiser, stand der Rabbi Josua „Rabbi, wie! die Gottheit wär' «ns immer nah? Wäre jetzt auch gegenwärtig, hier im Palast, hier im Saal? Gerne glaubt' ich deinen Worten, säh' ich sie ein einzig mal." „Ja, sie ist allgegenwärtig; doch dein Auge trüg' enicht, Sähest du sie, hoher Kaiser, ganz in ihrer Glorie Licht. Du belächelst noch ungläubig meine Rede? Nun, wohlan! Komm, versuch', ob seine- Herolds Blick dein Aug ertrage» kann! Tritt an'- Fenster hier; die Sonne leuchtet just im Mittag-licht; Sieh ihr nur zwei Augenblick« fest in'- Strahlenan-esicht!" „Nimmermehr! " versetzt der Kaiser, „blind zeitlebens würd' ich ganz, Wollt' ich mein« schwachen Blick« tauchen in die- Meer von Glanz." — „Wie! der Lichtglanz de-Geschöpfe-füllt dich » Kaiser, schon mit Grau», Und doch wolltest du den Schöpfer selbst von Aug' zu Auge .' schannif '' Wahrlich! wir versänken beide alsogleich zurück in Nicht«, Göjs er jürnend auf uns Eine» Strom nur seinereinen Licht-»"') In Berlin wurden kürzlich die Herren Di*. Veit (Buchhändler und israel. Gemeindeältester) und der Herr Geh. Commerzienrath Joel Wolf Meyer zu Stadtverordneten erwählt. *) Erzählungen von H. Biehoff. (Morgenblatt.)