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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 2 · p. Seite 166

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 2
Date
1845-01-01
Page
Seite 166 (sequence 56)
Language
German
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166 Roman betrachtet wird«». Dieses Gedicht, dies« bekannt« und beliebte Tradition, suchen die dortigen Dichter in «in neue- Gewand zu kleiden. Selbst bis auf di« neueste Zeit Haben die Perser diesen Liebling , zu welchem noch zwei ähnliche gehören, nicht erlassen und diese berühmten Verslhemata erscheinen von Zeit zu Zeit unter neuen Auspicien wieder. Das ebengenannt« Gedicht veranschaulicht das Ideal der Vollkommenheit in Yussuf und der leidenschaftlichsten , alle Vorsicht und Lebensklugheit mißachtenden Liebe in Zuleika; e« schildert in erhabenen, ausdrucksvollen und kräftigen Zügen die Wacht der Liebe und Schönheit , die Oberherrschaft des Willens und die Schwäche überwiegender Leidenschaft, den siegreichen Geist der Heiligkeit und der Tugend und den Triumph der Weissagung, — denn Uussusss Schönheit soll Adam als ein Typuseiner prophetischen Gabe vorausgezeigt worden sein. Der am 27. Zanuar 1846 verstorbene Herr Commerzimrath Jona- Fränckel in Breslau, bereits rühmlich bekannt durch sein in Verbindung mit seinem verstorbenen, ebenfalls unverheirathet gewesenen Bruder, dort aus eigenen Mitteln gestiftetegroßeisraelitische- Kranken - und Waisenhaus hat sein hinterlassenes Vermögen, welchedie Zeitungen auf 1 Million 5—600^)00 Thaler angabm, zu lauter wohlthätigen Zwecken vermacht, und drei dort allgemein hochgeachtet«, würdige Männer jüd. Religion, di« Herren Kaufleut« L«vy und Pr inz, und den jetzigen Stadtrath Herrn Mi lch zu Testa» ment-«Executoren ernannt. Außerdem, daß er 26,000 Thlr. zur Verfügung der Communalbehörden gestellt hat, um damit eine milde Stiftung für christliche Confessionsverwandte zu errichten, für dagedachte israelitisch« Kranken- und Waisenhaus noch besonders 15,000 Thlr. und auch mehrere Legat« von 10,000 Thlr. bestimmt«, hat er „zuvörderst" «ine Stiftung für seine Verwandten gemacht, welche aber bloß die Zinsen des Kapitals erhalten sollen, wie dies näher in einem von den Herren Kuratoren publicirten Testamentsauszuge angegeben worden ist. Auch ein Reservefond von 100-000 Thlr. hat er zu diesem Aweck« und wieder noch besonderein Kapital! von 150,000 Thlr. bestimmt, aus welchem letztem di« Töchter unbemittelter Verwandten bei ihrer Verheirathung 1500 Thlr. und unbemittelt« Verwandte, die sich dem Studio, dem Handel, einem Handwerke, oder dem Ackerbau

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