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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 81

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Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 1
Date
1845-01-01
Page
Seite 81 (sequence 81)
Language
German
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81 ci«S bezahlen und dann, gleich Verbrechern, au» dem Land« gejagt werden. ■ ' Die jungen Israeliten im Hannöverische» sind in diesem Jahre zur Militairconscription gezogen worden, da sie dott kein« Schutzjuden mehr sind. Au» der Karlsruher Zeitung vom 18. Jan. 1845 theilten fast all« andern Zeitungen Folgendes mit : „ Heute früh fand ,ma»r^uf^m^9tUf««7ch«<^n-Ga^-ni-lr-H-h«i^'dM'M»ß» Herzoge neulich errichteten kunstvollen Standbildes Karl Friedrichs einen mit Immortellen geschmückten Lorbeerkranz,-welcher auf himmelblauer Tafel die Inschrift trägt: „AlS Zeichen dankbarer Erinnerung an den 13. Januar 1809." Ein Israelit wollte nämlich, sicherm Vernehmen nach, dir Gefühle der Verehrung und des DankeS seiner Glaubensgenossen dadurch bekunden, welche dieselben den Manenihre» verewigten hochherzigen Wohlthäters weihen , der ihnen durch sein Gesetz, vom 13. Januar 1809 «ine so groß« Wohlthat erzeigt«." (Dieses schön« vorläufige Gesetz ist in der Sulamith, 2ter Jahrgang, 9tes Heft, S. 150, mitgetheilt.) . Als in der neuesten Badenschen Ständekammer (1845) wieder dse Emancipation der Juden zur Sprache kam, hörte man wieder dir alte Leier, di« veralteten tausendmal widerlegten Gemeinplätze wider die Juden, besonders von einem Herrn Fauth als Berichterstatter. — Er meint« u. A. „nicht di« Religion sei das Hinderniß der Emancipation, sondern der Einfluß, welchen die Rettgionsmeinung auf Sitte, Lebensweise und auf das Staatsleben ausüben. Das Judenthum sei noch heute «in« dem Christenthume starr gegenüberstehende Nation u, s. w. Wir mögen diesen und ähnlichen geäußerten Unsinn hier nicht weiter wiederholen und zum tausendsten Male in der Well widerlegen, weil uns endlich'so eNvaS anekelt, da wir sehen, daß. die einzigen Gründe der Gegner immer nur sind: „wir wollen nicht!" Diese Herren quälen sich also mit ihren Scheingründen nur ab, um doch wenigstens etwa» darüber zu sagen. Da» Resultat war aber, daß, trotz der Reden für die Emancipation von Bader, Zittel, Mez, Baffermann, Mathy, Welker und Dahmen (Namen, bic wir hier in unfern Annalen der Israeliten mit Achtung zu nennen als angenehm« Pflicht erachten) — nachdem nur der einzige Fauth als Gegner ausgetreten — dir Kammer mit allen gegen 15 Stimmen zur Tagesordnung gesprochen hat. IX.Jahrg. I. Bd. I. Heft. 6

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